Archos 9 PCTablet im Test.
Erfahrungen mit dem Archos 9 PCTablet: Unser Testbericht
Das Archos 9 PCTablet ist eines der wenigen Tablets, die Windows 7 als Betriebssystem verwenden - abgesehen vom Auslöser des Tablet-Hype, Apples iPad, basieren die meisten Tablet-Computer auf Googles Android. Das Archos 9 PCTablet richtet sich also vor Allem an Nutzer, die auf Windows-Programme angewiesen sind.
Das Tablet hat eine Bilddiagonale von 8,9 Zoll (22,6 cm) und ist mit 17 mm relativ dick; die meisten Konkurrenten dieser Größe bleiben unter 15 mm. Da Archos hier jedoch eine herkömmliche Mini-Festplatte mit 60 GB Speicherplatz verwendet, wird die Tiefe und auch das hohe Gewicht von 800 Gramm verständlich - rotierende Festplatten sind schwer und benötigen Platz. Mit seinem Gewicht verspielt das PCTablet jedoch einige Punkte für Portabilität - das Leichtgewicht Archos 101 Internet Tablet bringt bei größerem Display gerade 480 Gramm auf die Waage.
Arbeitsgerät statt Spielwiese
Das Archos 9 PCTablet punktet hauptsächlich als Business-Tablet für Windows-Anwendungen - Spaß versprechende Features wie GPS-Modul, mobiles Internet über UMTS oder ein großes App-Angebot sucht man vergeblich. Dafür steht ein USB-Anschluss zur Verfügung, über den man alle herkömmlichen, externen USB-Geräte anstecken kann. Dazu stehen die vom PC gewohnten Arbeits- und Multimedia-Programme zur Verfügung, auch Flash-Dateien zeigt das Archos 9 PCTablet auf seinem nicht spiegelnden, mit guten 1024 x 600 Pixeln auflösenden Display. Leider besitzt das Archos 9 PCTablet keinen Lagesensor, so dass normalerweise das Querformat verwendet wird - um das Hochformat zu verwenden, müssen jeweils die Windows-Einstellungen angepasst werden.
Angepasst an Windows-spezifische Anforderungen
Archos hat seinem PCTablet verschiedene physische Tasten spendiert - so steht ein Knopf zur Verfügung, mit dem sich die Virtuelle Tastatur auf dem Bildschirm aktivieren und deaktivieren lässt. Auch eine Taste, die der Strg-Alt-Entf-Kombination entspricht, ist bei dem Windows-Betriebssystem sicher nützlich. Dazu gibt es ein Mini-Touchpad rechts des Bildschirms, über den sich das Tablet (laut Testern) leichter bedienen lässt als über den nicht multitouch-fähigen, resistiven Bildschirm, der nur auf wirklichen Druck reagiert - sanftes Wischen ruft keine Reaktion hervor. Und leider ist nach spätestens 5 Stunden ohne Steckdose Schluss. Dies dürfte jedoch hauptsächlich dem Microsoft-Konzern zu schulden sein - Windows ist einfach ein rechenintensives Programm. Tester berichten auch, dass das Archos 9 PCTablet langsam ist, obwohl der Prozessor mit 1,2 GHz getaktet ist.
Testfazit zum Archos 9 PCTablet: "Arbeitstier" mit Stärken und Schwächen
Das Archos 9 PCTablet ist hauptsächlich für diejenigen geeignet, die nicht auf Windows-Programme verzichten können oder wollen: Auch wenn es im Multimedia-Sektor durch seine gute Bildschirmauflösung, Flash-Fähigkeit und frei wählbare Webbrowser durchaus seine Stärken hat, kann es nicht mit den leichten, schlanken Android- oder iPad-Betriebssystemen mit ihrem gigantischen App-Angebot mithalten. Das Archos 9 PCTablet ist also hauptsächlich ein Arbeitsgerät - leider ist der Prozessor an der unteren Leistungsgrenze für Windows 7; davon abgesehen, macht es seine Sache gut.












