PocketBook IQ 701 im Test.
Erfahrungen mit dem PocketBoook IQ 701: Unser Testbericht
Der russische PocketBook-Konzern hat bisher hauptsächlich mit Ebook-Readern von sich Reden gemacht - und ganz aus dieser Schiene ist er auch mit dem PocketBook IQ 701 nicht gekommen. Der Computer wird vom Hersteller auch als Ereader, nicht als Tablet-Rechner bezeichnet; sein Farben darstellender Flüssigkristall-Bildschirm, Touch-Bedienung, Internetanbindung über WLAN und Android 2.0 als Betriebssytem ordnen den BocketBook IQ 701 dennoch eher dem Tablet-Sektor zu.
Mit seinem 7 Zoll (17,8 cm) ist der Computer gleich groß wie der High-End-Konkurrent Samsung Galaxy Tab. Für die Konzern-eigene Einteilung als Ereader spricht die Text-to-Speech-Funktion, die Ebooks als gesprochenen Text ausgibt - und so jedes Ebook und jede elektronische Zeitung zum Hörbuch macht. Mit dieser Ebook-Reader-spezifischen Funktion hebt sich das PocketBook IQ 701 von anderen Tablets ab und macht sich für Nutzer interessant, die verstärkt Ebooks (auch als "Hörbücher") nutzen wollen.
Schwacher Prozessor, kein Flash - hier zeigt sich der Ebook-Reader
Mit seinen 516 Gramm Gewicht ist das PocketBook IQ 701 im Vergleich zu seinen 7-zölligen Konkurrenten relativ schwer: diese wiegen meist zwischen 300 und 400 Gramm. Auch die Prozessorleistung von 533 MHz ist unter dem Durchschnitt - 1 GHz oder mehr ist gängige Taktrate. Für das Ausführen von Apps, Surfen oder einfache Videos ist die Leistung des PocketBook IQ 701-Prozessors dennoch ausreichend; die fehlende Flash-Fähigkeit vermisst man allerdings beim Surfen. Mit Android 2.0 ist derzeit nicht das neuste Betriebssystem installiert; hier ist jedoch ein Update denkbar. Die Kritikpunkte relativieren sich außerdem über den Preis - für ein PocketBook IQ 701 fällt nur ein Bruchteil des Preises der "großen" Tablet-Konkurrenten Apple iPad und Samsung Galaxy Tab an; das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut.
Apps über offene Market Places
Zugriff auf den Android Market hat das PocketBook IQ 701 nicht, Apps werden über die Einbindung verschiedener Market Places heruntergeladen. Ortsbezogene Programme sind dabei mangels GPS-Modul nicht ausführbar. Auch UMTS für mobiles Internet wäre wünschenswert, ist aber in dieser Preisklasse nicht üblich. Dateien und Anwendungen lassen sich auf maximal 32 GB großen SD-Speicherkarten sichern. Das Display ist leider nicht Multitouch-fähig, löst aber mit 800 x 600 Pixeln scharf auf. Für das Lesen von Ebooks ist der TFT-Flüssigkristall-Bildschirm aber nur bedingt geeignet - wie alle selbstleuchtenden Bildschirme ermüdet er die Augen wesentlich mehr als die E-Ink-Technologie, die bei reinen Ebook-Readern zum Einsatz kommt.
Testfazit zum PocketBook IQ 701: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis trotz Schwächen
Das PocketBook IQ 701 bietet bei sehr niedrigem Preis viele Vorzüge von Tablet-Rechnern, auch das Display eignet sich eher für die Darstellung multimedialer Inhalte als zum E-Lesen - warum PocketBook seinen IQ 701 nicht als Tablet-Computer verkauft, bleibt offen. Leider bleiben allerdings Prozessorleistung und Ausstattung teilweise eher auf dem Niveau von Ebook-Readern. Wer einen günstigen Flachrechner, vor Allem für das Surfen im Internet sucht, liegt mit dem PocketBook IQ 701 sicher nicht falsch. Alternativ bieten sich unter den 7-Zöllern das (inzwischen leider veraltete) High-End-Modell Samsung Galaxy Tab oder das HTC Flyer an.












